Auszug aus der Feuerwehrchronik

 

 

 

1884: Am 13.3.1884 wurde die Freiwillige Gemeinde-Feuerwehr, so nannte sie sich damals, gegründet.

 

Am 30.3.1884 genehmigte der Gemeindeausschuss eine eigene Dienstordnung sowie eigene Statuten für die FF. Weitersfelden, die in einem kleinen Heft abgedruckt und an die Mitglieder verteilt wurden.

 

1885: Zählte der Verein bereits 43 Mitglieder. Die Wehr hatte damals 2 Spritzen.


1886: Wurde eine Handspritze angeschafft.

 

1893: Am 6.1.1893 wurde Beschwerde geführt, dass die Zufahrten zu den Häusern und die Bauernwege in sehr schlechtem Zustand seien und dass auch großer Mangel an Wasser in den Dörfern herrsche, die Bezirkshauptmannschaft wurde um Abhilfe ersucht.

1894: Am 14.1.1894 wurde die Filiale Harrachstal gegründet, der erste Zugführer war Braumeister Krüger. An Ausrüstung erhielt sie von der hiesigen Feuerwehr die Spritze Nr. 3, eine Handspritze und 2 komplette Steigerausrüstungen. (1907 wurde die Filiale Harrachstal selbständig)

 

1895: Im Dezember 1895 traten sämtliche Mitglieder einer in O.Ö. gegründeten Unterstützungskasse bei, die für bei Bränden Verunglückter und deren Hinterbliebenen eingerichtet wurde.

 

1904: wurde beschlossen, das an der Straße stehende Aufbewahrungsobjekt für Geräte und Leitern zu erneuern und zwar auf Steinpfeiler zu stellen und mit hartem Dach zu versehen sein.

 

1913: Im Mai 1913 wurde von der Fa. Gugg in Linz eine neue Saugspritze um 1400 Kronen angeschafft.

 

1925: Am 21.5.1925 wurde eine Fahne der FF Weitersfelden geweiht. 1945 ging diese jedoch leider verloren.

 

1928: Am 20.5.1928 musste unsere Wehr zu einem Großbrand nach Langfirling ausrücken. 20 Häuser brannten zur Gänze nieder. Zu dieser Zeit wurden auch die ersten Telefonverbindungen mit den Nachbarorten hergestellt.

 

1930: Wurde die erste Motorspritze der Marke Gugg um ATS 4600,00 angeschafft.

 

1932: war unsere Wehr zweimal im Großeinsatz:

am 6. September wurden in Nadelbach 10 Häuser ein Raub der Flammen,

am 8. Oktober fielen in Windgföll 6 Objekte einem Brand zum Opfer.

1936: Konnte der erste Rüstwagen für die Beförderung der Motorspritze und der nötigen Mannschaft angeschafft werden.

 

1936: Wurde vom damaligen Wehrarzt Herrn Dr. Pawikowskj der erste Sanitätskurs für die Sanitätsgruppe mit angeschlossener Prüfung abgehalten.

 

1938: Infolge der Eingliederung der Ostmark in das Großdeutsche Reich wurde 1938 die Zusammenlegung der Wehren Harrachstal, Wienau und Weitersfelden in eine Gemeindefeuerwehr angeordnet. Die Gemeindefeuerwehr Weitersfelden hatte somit zu diesem Zeitpunkt 4 Löschzüge. Ausgerüstet war die Wehr damals mit 2 Motorspritzen und 5 Handdruckspritzen.

 

1945: Wurden die Wehren Harrachstal und Wienau wieder selbständig.

Im selben Jahr erhielt unsere Wehr eine Motorspritze Marke R 80 Baujahr 1943.

 

1950: Am 27.2.1950 hatte die Feuerwehr einen Großbrand in Markersdorf zu bekämpfen. 3 Häuser brannten nieder.

 

1953: wurde ein Steyr Allrad 2000 A Baujahr 1945 als Rüstwagen angekauft. Das Fahrzeug wurde aber im Jahr 1957 wegen der zu hohen Erhaltungskosten abgemeldet und zum Verkauf angeboten.

Die privaten Autobesitzer wurden damals aufgefordert, Ihre Fahrzeuge für Einsatz bzw. Übungszwecke der Wehr zur Verfügung zu stellen.

 

1954: Von 13. bis 15. Juli waren fünf Mann beim Hochwassereinsatz in Linz.

 

1955: Wurde das alte Zeughaus (Markt) erbaut und 1956 eingeweiht. Im selben Jahr wurde auch ein neuer Löschteich angelegt, der zugleich als Bad diente.

 

1971: wurde eine neue Motorspritze VW-Automatic 75 angekauft.

 

1976: konnte das jetzige Löschfahrzeug Mercedes L 409 angeschafft werden.

 

1982: wurde eine Jugendgruppe gegründet, die bis heute bei Leistungsbewerben ausgezeichnete Erfolge erzielen konnte.

 

1986: Gruppenfoto der FF Weitersfelden

1990: wurde mit dem Bau des neuen Zeughauses begonnen. Bereits im Dezember 1991 konnte das neue Zeughaus, das neben einer Garage für 2 Fahrzeuge auch Sanitäranlagen, eine Werkstatt und einen Kommandoraum enthält, bezogen werden.

1991: wurde an die Gemeinde der Antrag zum Ankauf eines TLF 2000 gestellt. Nach einem positiven Beschluss des Gemeinderates wurde 1992 das Tanklöschfahrzeug bestellt.

 

Am 16.6.1991 schwere Sturmkatastrophe im Mühlviertel. Schwere Schäden entlang der Nordkammlandestraße im Bereich Harrachstal. Geschätzter Schaden 10.000 Festmeter

Holz.

 

03.und 04.08.1991 Hochwassereinsatz in Saxen

 

1999: Am 01.04.1999 wurde unsere Wehr zu einem Großbrand in Piberbach (Kaltenberg) gerufen. 3 Häuser fielen den Flammen zum Opfer. 12 Feuerwehr mit 130 Mann waren im Einsatz.

 

2001: Ankauf eines neuen Notstromaggregates

 

2002: Im August war die schwerste Hochwasserkatastrophe seit mehr als 100 Jahren. Das gesamte Gemeindegebiet, vor allem Harrachstal und die Freizeitsportanlage waren betroffen.

 

Am 16.08.2002 rückte unser Mannschaft mit unserem TLF zu einem Assistenzeinsatz nach Baumgartenberg aus. In dieser Gemeinde reichte das Wasser in vielen Gebäuden bis zum Erdgeschoss und manchmal sogar in den 1. Stock.

 

2003: Nachdem Kommandant Walter Rockenschaub nach 22 jähriger Tätigkeit seine Funktion zur Verfügung stellte, wurde bei den Kommandoneuwahlen am 08.03.2003 Robert Guschlbauer zum neuen Kommandanten gewählt.

 

2004: Wurde ein Mannschaftstransportfahrzeug angekauft, welches aus Eigenmitteln und Spenden der Weitersfeldner Wirtschaftstreibenden finanziert wurde.

 

2007: Angebotseinholung und Bestellung eines neuen Löschfahrzeuges.

 

Am 01.09.2007 rückte unsere Mannschaft zu einem Bauernhofbrand nach Kaltenberg aus.

 

2008: Am 28.06.2008 wurde das neue Löschfahrzeug von der Fa. Lohr geliefert. Das Fahrzeug kostete Euro 277.884,-- Insgesamt musste die Feuerwehr Euro 35.236,-- an Eigenmitteln aufbringen, davon kamen Euro 16.000,-- aus Spenden der Bevölkerung.

 

Am 05.07.2009 rückte unsere Mannschaft zu einem Bauernhofbrand nach St. Leonhard aus.

 

2009: Von 14.-16.08.2009 - 125jähriges Gründungsjubiläum mit Segnung des neuen LFBA-A2.

 

2010: Am 30.05.2010 fand die Segnung des neuen Kommandobusses KDOF-A statt.

Kommandanten der FF Weitersfelden

1884 - 1888 Ludwig Pollak

1888 - 1911 Heinrich Reknagl

1911 - 1935 Johann Hahn

1935 - 1946 Rudolf Leopoldseder

1946 - 1968 Ludwig Riepl

1968 - 1981 Gerold Ruhaltinger

1981 - 2003 Walter Rockenschaub

2003 -          Ing. Robert Guschlbauer